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Archivtag 2017

Archive verbinden – so das Motto des diesjährigen Schweizer Archivtags vom 9. Juni. Das Staatsarchiv des Kantons Thurgau öffnet seine Türen und zeigt – als Verbindungsglied zwischen dem gestern und dem heute – Dokumente aus den letzten 600 Jahren. Anlass dazu bietet die Rechtsquellen-Edition des Kantons Thurgau, die gleichentags in fünf Bänden erscheint.

Symbol des Archivtags 2017

Der Schweizer Archivtag ist zu einer festen Einrichtung geworden. Unter einem bestimmten Thema präsentieren sich an diesem Tag die Archive einer bereiteren Öffentlichkeit. Das Staatsarchiv Thurgau bieten einen Tag der offenen Tür an und stellt die Rechtsquellen-Edition, die eben fertig wird, ins Zentrum. Worum handelt es sich?

Zwischen 1917 und 1967 kam in acht Bänden das Thurgauische Urkundenbuch heraus, welches der Forschung sämtliche Urkunden vom Jahr 724 bis zum Jahr 1400 im Druck zur Verfügung stellte. Die Forschung über den mittelalterlichen Thurgau wurde dadurch erheblich erleichtert.

Nun legt das Staatsarchiv die zeitlich daran anschliessende Rechtsquellen-Edition des Kantons Thurgau vor. Aus hunderttausenden von Dokumenten wurden für den Zeitraum von 1400 bis 1800 die 900 wichtigsten ausgewählt, transkribiert und kommentiert. In fünf dickleibigen Bänden wird die Jahrhundert-Edition jetzt der Öffentlichkeit übergeben. Nicht nur die sogenannt hohe Wissenschaft, auch die Lokalgeschichte wird hundertfach daraus schöpfen können.

Am Tag der offenen Tür des Staatsarchivs gibt es um 10.00 Uhr, 12.15 Uhr, 13.30 Uhr und 15.30 Uhr Führungen, auf denen die Besucherinnen und Besucher die wichtigsten Räume des Staatsarchivs und die wichtigsten Rechtsdokumente vom 15. Jahrhundert bis heute im Original zu Gesicht bekommen. Kurzweilige Bildschirmpräsentationen im Eingangsbereich zeigen überdies auf, was eine Rechtsquelle ist und wie die Rechtsquellen-Edition gestaltet worden ist.

Als Höhepunkt des Tages findet um 18 Uhr die Präsentation der fünfbändigen Rechtsquellen-Edition statt. Daran beteiligt sind der Präsident der Rechtsquellenstiftung des Schweizerischen Juristenvereins, Prof. Dr. Lukas Gschwend, Regierungsrat Walter Schönholzer und die beiden Herausgeber des Grundlagenwerks, Dr. Doris Stöckly und Erich Trösch. Stöckly und Trösch werden unterstützt vom Schauspieler Markus Keller. Musikalische Darbietungen und ein Apéro runden die Veranstaltung ab.