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Honorable Societät der Bodenseearchivare

Die Honorable Societät der Bodenseearchivarinnen und Bodenseearchivare entstand 1972 im Nachgang zu einer Reise von St. Galler Archivaren zu Kollegen im Vorarlbergischen. Seither trifft sich die Archivgemeinschaft des Bodenseeraums regelmässig zum Gedankenaustausch. Der erste Teil einer Tagung ist stets einem archivfachlichen Thema gewidmet und dient der Fortbildung, der zweite ist eher touristisch ausgerichtet und dient der allgemeinen Horizonterweitung; schon im ersten und im zweiten Teil, erst recht aber im dritten Teil stehen die Pflege der Freundschaft und die Degustation lokaler Flüssigkeiten im Zentrum des Interesses. Mitunter kommt es dabei zu eigentlichen Kolloquien über Grundlegendes, z. B. über die Frage "der individuellen Reinigung in Archiven vermittelst Staublappen" oder ähnlichem. Die Devise der Societät lautet: "Wissenschaft, Freundschaft, Gemütlichkeit oder internationale Archivaren-Solidarität" (Ziegler, S. 274).

Der Honorablen Societät gehören an:

Die Honorable Societät kennt weder Statuten noch Organe, und es fliessen keine Geldströme. Die Kosten für die Tagungen übernehmen die Gastgeber, die Kosten für die Verpflegung die Teilnehmenden; Ausnahmen bestätigen die Regel. Die Tagungen ergeben sich fast immer wie von selbst; wo dies nicht der Fall ist, hilft jemand nach (Liste der Tagungen). Dieser Jemand führt auch die Liste der Archive, die der Honorablen Societät angehören, d. h. nimmt auf und streicht; Kontrolle ist nicht vorgesehen, Diskussion aber möglich.

Literatur: Ziegler, Ernst: Die Treffen der "Bodensee-Archivare" (1972-1986), in: Montfort 39 (1987), S. 265-274.